Eine Überraschung

cover_witzelDen deutschen Buchpreis hat heute der in diesem Jahr sperrigste Titel erhalten: „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Jahr 1969“ von Frank Witzel.

Ähnlich umfangreich wie der Titel ist der Inhalt: 800 Seiten zählt der Roman, der eine Kindheit der 60er Jahre in der BRD schildert, aber auch in die Gegenwart springt. Und sei das alles nicht genug, beinhaltet er auch verschiedene Formen des Erzählens.

Dementsprechend fasse ich mich heute kurz.

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Ilija Trojanow: Macht und Widerstand

Cover Macht und WiderstandTrojanow ist mit seinem Roman „Der Weltensammler“ bekannt geworden. Ein Bestseller, der zudem den Preis der Leipziger Buchmesse 2006 erhielt. Der Autor setzt sich für Menschenrechte ein und ist in vielen Ländern zu Hause. Seine Wurzeln liegen allerdings in Bulgarien und genau in diesem Land spielt sein neuester Roman „Macht und Widerstand“, der auch auf der diesjährigen Longlist für den Deutschen Buchpreis zu finden war. Weiterlesen

Nobelpreis für Literatur geht an Swetlana Alexijewitsch

Bereits am Donnerstag wurde bekannt gegeben, dass den Nobelpreis für Literatur in diesem Jahr die Weißrussin Swetlana Alexijewitsch für ihr Werk erhält. Sie gilt als Putinkritikerin und Kritikerin der weißrussischen Regierung. Sie setzt sich in ihren Werken mit vielen politischen Themen und Ereignissen auseinander, vor allem betrifft das das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Leider habe ich noch nichts von ihr gelesen. Trotzdem erscheint mir die Gewinnerin vor dem Hintergrund des aktuellen Weltgeschehens passend.

Der Preis wird am 10.12. verliehen.

Kursbuch 183: Wohin flüchten?

Cover Wohin flüchtenAus aktuellem Anlass heute mal ein etwas anderer Buchtipp. Das Kursbuch Nummer 183 beschäftigt sich mit der aktuellen Flüchtlingssituation. Verschiedene Beiträge geben Hintergrundwissen zu Themen wie Abschiebung, Folter, historische Fluchtbewegungen in, von und nach Europa und vieles mehr. Die Autoren sind vorrangig habilitiert und promoviert und beschäftigen sich in verschiedenen Fachgebieten schon länger mit dem Thema Flucht. Weiterlesen

Shortlist für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht

Heute wurde die Shortlist der sechs nominierten Titel für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht, die ich teilweise überraschend finde. Schade ist für mich auch, dass Peter Richters „89/90“ nicht dabei ist.

Die nominierten Titel sind:

Jenny Erpenbeck Gehen, ging, gegangen

Rolf Lappert Über den Winter

Inger-Maria Mahlke Wie ihr wollt

Ulrich Peltzer Das bessere Leben

Monique Schwitter Eins im Andern

Frank Witzel Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

Näheres zu den einzelnen Titeln könnt ihr hier nachlesen.

Interessant finde ich den Zusammenschluss der „Buchpreisblogger“ die insgesamt die Longlist von 20 Titeln gelesen haben und gestern, noch vor der Veröffentlichung der offiziellen Shortlist ihre eigene Shortlist veröffentlicht haben. Es handelt sich dabei um sechs Titel, von denen nicht ein einziger in der Shortlist der Jury für den Deutschen Buchpreis vorkommt. Die Empfehlungen der Blogger sind:

Valerie Fritsch Winters Garten

Heinz Helle Eigentlich müssten wir tanzen

Gertraud Klemm Aberland

Peter Richter 89/90

Clemens J. Setz Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

Kai Weyand Applaus für Bronikowski

Nähere Infos zu den Titeln

Zu den Buchpreisloggern

Der Deutsche Buchpreis wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse am 12.10. vergeben. Vielleicht schaffe ich es ja bis dahin, das ein oder andere Buch zu lesen und zu besprechen…

Peter Richter: 89/90

Cover 89_90Seit dem 18.08. ist die Longlist für den Deutschen Buchpreis bekannt und Peter Richters 89/90 gehört mit zu den Nominierten! Zufällig habe ich das Buch gerade gelesen und ich finde, dass der Roman zurecht auf der Liste steht, auch wenn damit wieder ein neuer DDR-Roman, in diesem Fall ein Wenderoman, im Rennen ist. Hatte doch bereits 2008 Uwe Tellkamps „Der Turm“ den Deutschen Buchpreis erhalten, gefolgt von den DDR-Romanen „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge 2011 und zuletzt „Kruso“ von Lutz Seiler 2014. Aber dieser Roman unterscheidet sich völlig von den bisherigen! Weiterlesen