Über das „Buch zum Film“

Wenn ein Buch verfilmt wird, gibt es meist eine Neuauflage des Verlags. Auf dem Buchcover ist dann meist ein Bild der Hauptdarsteller des Films zu sehen und auf dem Buch prangt ein Aufkleber, der verkündet: „Das Buch zum Film“.

Moment!

Der Film ist doch zum Buch!

Das Buch war doch vorher da!

Das ist doch keine Frage wie die mit der Henne und dem Ei.

Wer war zuerst da? Das Buch! Und dann hat jemand einen Film daraus gemacht, neues Buchcover hin oder her.

Zwar bin auch ich der Meinung, dass man die Menschen gerne auch mit ein paar Tricks zum Lesen bewegen sollte, doch hier hat es das Marketing doch etwas übertrieben. Die Bemerkung „Das Buch zum Film“ unterstützt die Gedankenlosigkeit, mit der wir die Dinge gerne hinnehmen, wie sie uns präsentiert werden. Eigentlich weiß man ja, dass mindestens ein Drehbuch, wenn nicht gar ein veröffentlichtes Buch vorhanden sein muss, um einen Film zu drehen. Aber wenn es noch 100.000 „Bücher zu Filmen“ gibt, ist es nur eine Frage der Zeit, dass das immer mehr Menschen vergessen….

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Ein Gedanke zu “Über das „Buch zum Film“

  1. Du sprichst mir aus der Seele. Bücher zu Filmen sind eine unnütze Erfindung unserer Zeit. Ich kaufe niemals ein Buch zum Film. Was soll das sein? Ein Buch, das den Film wiederkäut? Dann doch lieber die Vorlage zum Film. Oft lohnt es sich diese zu lesen, obwohl man den Film schon gesehen hat.

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